Pharmazeutisches

Montag, 7. März 2016

Glyphosat, die Zweite

Nachdem ich unerwartet von vereinzelten Lesern aufgefordert wurde, doch bitte die Testreihe weiterzuführen, möchte ich mich diesem Wunsche nicht verschließen.

Es begab sich also, dass der Herr Medizinalrat der vorhandenen Biersorten weiter auf den Flaschengrund gehen wollte. Beseelt vom Durst nach Hopfenblütenextrakten und beschwingt von der Höhenluft begab er sich erneut in die vielfach vorhandenen Testlabors, um sich ein weiteres lokales Produkt einzuverleiben:

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Habesha, vom Geschmack her leicht anders als die Vorgänger und den Papillen des Doktors äußerst zugetan, erwies sich als bevorzugtes Getränk auch über die nächsten Tage. Vom Alkoholgehalt gab es sich nicht viel mit den Konkurrenzprodukten, alle schwankten um die 5,5% herum. Speziell nach mehreren Flaschenbelüftungen schwankte der Medizinalrat dann aber auch.

Damit sich allerdings der Geschmack nicht auf der Zungennetzhaut einbrennen konnte, wurde dann doch noch die Testreihe erweitert:

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Hierbei handelt es sich um etwa das halbe im Land erwerbbare, lokale Sortiment. Natürlich kann der Gewohnheitstrinker auch sein geliebtes Heineken bekommen, indes lohnt es sich preislich und geschmacklich kaum, auf Importware umzusteigen.
Wie wir, selbst im nüchternen Zustand unschwer erkennen können, handelt es sich hierbei um folgende Persönlichkeiten der äthiopischen Getränkekultur (v.l.n.r.):

- Castel, ein Bier speziell für das papierlose Büro entworfen, da es ohne Banderole daherkommt. Blindenfreundlich ist indes der Name erhaben auf der Flasche zu fühlen. Es ist also mehr was für Haptiker.
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- Walia, ein Bier, welches vom Heineken-Konzern in Äthiopien gebraut wird. In etwa so wie der VW Gol in Brasilien. Wobei man sich noch nicht sicher ist, ob letzterer auch gebraut oder nur gebaut wird.
- St. George, der Drachentöter. Als Schutzheiliger der Feuerwehrleute soll er vor Brand schützen, kann dies aber nach mehreren Flaschen auch nicht mehr zufriedenstellend bewerkstelligen. Zumindest nicht am nächsten Morgen.
- Amber, bereits im vorherigen Bericht ausführlich besprochen.
- Dashen, ein süffiges Bier ohne besondere Auffälligkeiten.
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- Bedele, ein Bier, das in der ersten Darreichungsform hefig-trüb daherkam und als Spätfolge unter Umständen für recht feuchte Flatulenzen sorgte. Das kann aber auch am frischen Ananassaft am nächsten Morgen gelegen haben, die Experten streiten heute noch darüber, die Unterhose ist bereits gewaschen. Weitere Versuche mit Bedele endeten in klaren Versionen ohne Spätfolgen (sogenannter Doppelblindtest).
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Damit wäre der Biertest vorläufig abgeschlossen. Weitere Bilder unterliegen momentan noch der Zensurbehörde und werden in Zukunft möglicherweise in einem neuen Beitrag veröffentlicht.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Glyphosat? Na und?

So ein Medizinalrat hat es nicht leicht. Muss er sich doch mit Krankheiten aller Art (am schlimmsten ist übrigens immer noch der eigene Männerschnupfen) herumschlagen. Und das nicht nur in Europa, sondern auch in temporären Praxen, über den Erdball verteilt.

Natürlich geht solch eine aufopferungsvolle Aufgabe nicht ohne ordentliche Forschungsarbeiten einher. Und so betätigt sich der Herr Doktor auch an Forschungen der lokalen Ernährungswissenschaften, insbesondere sei hier die Qualitätskontrolle bewusstseinsmanipulierender, isotonischer Getränke genannt. Die entsprechenden Testlabore sind dabei meist spartanisch eingerichtet, Prüfgeräte meist nicht zur Hand. Somit sind also die Testbedingungen erschwert.

Hier nun handelt es sich, wie man unschwer erkennt, um ein Produkt rötlicher Herkunft. Vergeblich suchte jedoch der Herr Medizinalrat nach Spuren von der Marsoberfläche. Auch Plastik ließ sich nicht finden.

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Fündig wurde er jedoch nach Spuren von Glas (außen) und Metall (oben drauf). Nach Abmessen einer angemessenen Menge der Testflüssigkeit in ein bereitgestelltes Messglas wurde zuerst optoelektronisch die Farbtiefe ermittelt und für gut befunden.
In der Folge dann kam die olfaktorische Prüfung. Auch diese fiel zufriedenstellend aus. Als letzter Punkt auf der Liste wurde dann eine sensorische Prüfung durchgeführt, die das Testobjekt auch bestand.

Zwischenzeitlich musste allerdings eine kurze Testpause eingehalten werden, da die Vorbereitungen zum Test des zweiten Kandidaten durchgeführt wurden.

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Die Zeit wurde aber optimal genutzt, um verlorengegangene Kalorien nachzuladen.

Danach kam die Testreihe des zweiten Kandidaten dran.

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Hierbei handelte es sich um ein ähnliches Vergleichsprodukt, dessen Leistungsangaben (5,5%) mit dem ersten Kandidaten zwar theoretisch übereinstimmten, später jedoch im Test sich als zu schwach ausgeschrieben erwiesen. Die gefühlte Wirkung war doch um einiges höher. Das kann natürlich auch am kumulativen Test gelegen haben, daher wird ein Nachtest unter veränderter Reihenfolge, aber ansonsten gleichen Testbedingungen angestrebt.
Auch hier ergab sich in der optoelektronischen Testphase ein angenehmes Bild, das jedoch viel heller ausfiel. Der Weißabgleich müsste hier nachjustiert werden. Olfaktorisch unauffällig, ergab sich erst beim sensorischen Test ein Aha-Erlebnis, das aber auch auf das Mindesthaltbarkeitsdatum (Oktober 2015) zurückgeführt werden kann. Dieser kleine Faux-Pas wurde allerdings erst nach Abschluss der Testreihe entdeckt.

Wie außerdem noch festgestellt werden konnte, stehen hier weitere Testobjekte in der Warteschlange. Wir werden Sie weiterhin informieren.

Freitag, 28. November 2014

Gedanken (5)

Heute ist also "Schwarzer Freitag", wie ich im Internet erfahren durfte ist das ein Tag, an dem Online-Shops Prozente auf Ihr Angebot geben. Übernommen aus den USA, wo dieser Tag der Brückentag nach Thanksgiving ist. Wieder eine fragwürdige "Tradition", die man zur Umsatzsteigerung von dort importiert.

Apropos Umsatz und Werbung. Seit kurzem kann ich in meiner neuen Unterkunft auch das zweite deutsche Fernsehprogramm empfangen. Durch die Zeitverschiebung gerate ich meist ins Vorabendprogramm. Und musste feststellen, dass die Werbung dort inzwischen sehr einseitig geworden ist. Während im arabischen Raum ein bunter Mix aus Reinigungsmitteln, Autos und Fastfoodbuden gesendet wird, ist es im deutschen Fernsehen fast ausschließlich Werbung für Medikamente. Ist das nun zielgruppenspezifische Werbung oder schon Beeinflussung in Richtung Medikamentenabhängigkeit?
Ein schönes Beispiel ist dabei ein Präparat, welches mit dem Slogan "Nachts nicht mehr müssen müssen" daherkommt und sich rühmt, keinen Einfluss auf die Sexualfähigkeit zu haben. Dabei werden Bilder von alten Menschen gezeigt. Das kann für mich nur bedeuten, dass damit dann garantiert nachts überhaupt nichts mehr läuft. Weder aus der Blase, noch im Bett. Denn Vi4gr4spuren sind dann auch nicht enthalten. Schade eigentlich. "Nachts wieder können können" wäre demnach hilfreicher.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Wirres (15)

In Singen und Klatschen eine eins zu haben mag für viele Menschen ausreichend sein. Allerdings sollte man nebenbei vielleicht doch ein wenig den Schwerpunkt auf das Lesen und Schreiben legen, damit so etwas:

Bilder Upload

nicht passiert (ich bitte die Unschärfe zu entschuldigen, es war noch früh am Morgen, als ich das Bild aufnahm). Selbst wenn man in der Schule nur durch Abschreiben seinen Abschluss schaffte, ist es hilfreich. Denn das Original sieht so aus:

Bilder Upload

(Zumindest sollte man sich bei der Arbeit von jeglichem Drogenkonsum fernhalten)

Sonntag, 18. Mai 2014

Arabisch lernen mit dem Medizinalrat

Nun ist es ja schon eine Weile her, dass ich meine Praxis wieder auf Sand baute. Daher ist es auch an der Zeit, dass ich mein rudimentäres Wissen in Sachen "Fremde Länder - Unverständliche Fremde Schriftzeichen" an meine Leser weitergebe.

Fangen wir also ganz einfach an:

Bilder Upload

Wie wir auf jenem Etikett in großen Schriftzeichen erkennen können, handelt es sich hier um die landestypische Ankündigung von "stark überzuckertem Wasser mit Farbstoffen und Kohlensäure", was sich, und da muss ich den Arabern Respekt zollen, in einigen darmkolikartigen Strichen durchaus verkürzt darstellen lässt.

Wobei wir bei der Schreibweise wären. Wir sehen hier einen Fall von frühneolithischer Zeichenkunst, deren Ursprünge zweifellos in Spazierstockritzeleien in feuchtem Flusssand liegen. Fast ansatzfrei wird hier in einem Strich gearbeitet, was darauf zurückzuführen ist, dass bereits damals Spazierstöcke aus Vollmaterial hergestellt wurden, die ein entsprechendes Gewicht aufwiesen und so selten vom Boden gelupft wurden. Außer, man wollte seinem Gegenüber gegenüber seine Meinung verstärken. In einer Vielzahl von Fällen führte dies allerdings zu einer einhelligen Meinung, da der Gesprächspartner nach näherer Erläuterung meist beschloss, freiwillig und stark blutend aus dem Leben zu scheiden. (So hat sich übrigens auch der Glaube durchgesetzt)

Donnerstag, 11. August 2011

Praxisapotheke (2)

Noch ein neues Produkt, dessen Entwicklung mir gestern einfiel, als ich meiner Peristaltik Entlastung gönnte.

Knoblauchtabletten mit Teflonbeschichtung

Endlich mal Tabletten, bei denen der Geruch nicht haften bleibt.
Es gibt zwar geruchsfreie Knoblauchtabletten, aber da ist es wie mit den geschmacksfreien Hamburgern, alkoholfreiem Bier oder kalorienfreier Schokolade: es stellt sich keine Wirkung ein. Daher dachte ich, dass es der Industrie doch bitte demnächst mal gelingen sollte, obiges Produkt zu entwickeln.

Gibt ja inzwischen auch schon latexfreie Kondome. Gestrickt aus fair geernteter Baumwolle.

Freitag, 5. August 2011

Dödelvergrößerungspillen

Wenn man(n) mal so seinen Spamordner durchgeht, ob nicht vielleicht doch das eine oder andere Schnäppchen darin lauert, so stößt man problemfrei auf etwa 6497 Mails, die einem die Vergrößerung des primären Geschlechtsmerkmals beim XY-Chromosomenträger versprechen. Wahrscheinlich können sich die Versender solcher Mails nichts schöneres vorstellen, als bei jedem Schritt auf den eigenen Pillermann zu treten. Oder im FKK-Urlaub an der kroatischen Küste das beste Teil über den Schotterstrand zu schleifen. Sowas härtet natürlich ab und beugt erektiler Dysfunktion vorzeitiger Ejakulation vor. Speziell, wenn die Hornhautschicht eine Dicke von 8 Millimetern überschritten hat. Und vor allem Frauen profitieren, wenn der Hengst nach vierenhalb Stunden immer noch nicht zu Potte gekommen ist.

Das seltsame jedoch an solchen Mails ist, dass dauernd von penis enlargement pills gesprochen wird. Dabei weiß doch jedes Kind, dass Pillen rund sind. Sollte man da nicht eher penis enlargement sticks anbieten?

Samstag, 5. Februar 2011

Praxisapotheke (1)

Aufgrund der täglichen Patientenbeschwerden versuche ich, der Pharmaindustrie neue Entwicklungen anzutragen, damit sie schön Kohle scheffeln kann es meinen Patienten bald besser geht.

Heute einmal ein Produkt, welches gerade im September in München reißenden Absatz finden wird:

Weizenbier mit Granufink

Saufen, ohne dabei aufs Klo zu müssen.
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Ist ja klar. Es gibt immer wieder Beschwerdefälle in der Praxis. Diejenigen, die überlebten. Die dürfen sich dann schriftlich auslassen, und zwar an pathologe Kringel-A gmail Fliegenschiss com. Wer mir Werbung schickt, bekommt allerdings eine kostenfreie Vasektomie ohne Betäubung mittels eines stumpfen Eierlöffels.

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