Praxisleben

Dienstag, 13. Juli 2021

Regeln?

Regeln gelten nur für die Anderen. So erscheint mir im Moment das Verhalten der Gattin.

Beim Jugendamt wurde vereinbart, dass ich vierzehntägig samstags die Kinder um 11:30h zu Hause abholen darf (davor sind sie wohl beim Tennis) und um 19 Uhr wieder abliefern soll. Seit Anbeginn der Umgangstage ist nun ein Ritual, dass die Kleinste mit ihren 6 Jahren mich fragt, ob ich nicht beim Abliefern noch mit reinkommen kann und eine Viertelstunde oder länger bei ihr bleiben. Dabei reicht es vollkommen, dass ich in Kontaktweite neben ihr auf dem Sofa sitze, während sie etwas spielt oder auf dem Handy schaut. Jedesmal sage ich ihr, dass ihre Mutter das wohl nicht erlauben wird. Jedesmal gibt es Tränen und Bettelei, bis es die Mutter dann doch erlaubt.

Und dem hat nun die Mutter einen Riegel vorgeschoben, in dem sie eigenmächtig entschied und mir per Email mitteilte, dass ich ab sofort die Kinder am Bahnhof (3 Minuten Laufweite vom Haus entfernt) abzuholen und wieder zurückzubringen habe, da das "im Interesse der Kinder" sei. Letzten Samstag war es dann soweit. Und beim Zurückbringen exakt dieselbe Szene von der Kleinsten, ob ich nicht doch noch mitkommen dürfe? Ich durfte nicht.

Nun, ich habe auf die Mail geantwortet, dass es weder im Interesse der Kinder sei, noch der Vereinbarung, die im Beisein des Jugendamtes getroffen wurde, entspräche und das Jugendamt in Kopie gesetzt.

Passiert ist nichts.

Montag, 21. Juni 2021

Es kann der frömmste Mensch

nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt...

Nun denn, es sind seit damals gut viereinhalb Monate vergangen. Und immer noch tobt die Schlammschlacht. Es sind immer wieder neue Kleinkriegsschauplätze, die eröffnet werden und die viel Zeit und noch mehr Nerven kosten, bis man dann in ganz kleinen Schritten etwas vorwärts kommt.

Seien es die Besuchstage für die Kinder, die inzwischen 14tägig Samstags stattfinden (nachdem die Gattin zuvor darauf bestand, dass das Jugendamt an diesen Tagen kontrollierend zugegen sei. Was dazu führte, dass diese Besuchstage nur unter der Woche stattfinden konnten und ich jedesmal einen Tag Urlaub einreichen musste).
Seien es meine persönlichen Gegenstände, die vor der Ehe angeschafft wurden, und die immer noch im Haus sind. Trotz eines Schreibens meines Anwalts an ihren Anwalt, dass er seiner Mandantin doch bitte ins Gewissen reden solle, diese herauszugeben, weigert sich die Gattin immer noch, sogar in Kenntnis dieses Schreibens, jene Gegenstände herauszugeben.
Seien es offizielle Schreiben mit Unterschriftspflicht beider Eltern zum Wohle eines der Kinder (Schulbegleitung), die nicht an mich weitergeleitet werden, trotzdem bekomme ich im Gegenzug vom Jugendamt schriftlich den schwarzen Peter zugeschoben, ich habe ja den betreffenden Antrag nicht unterschrieben, obgleich er schon seit langer Zeit zugestellt worden sei.

Die Gattin leidet vermutlich unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, die sich unter anderem dadurch äußert, dass ständiger Streit, ein ständiger Konflikt wie ein Energielieferant für sie wirkt. Bereits in der Ehe konnte ich das feststellen, mir allerdings nie einen Reim darauf machen, weshalb jetzt schon wieder wegen einer Nichtigkeit ein Streit vom Zaun gebrochen und aufgebauscht wurde. Erst in letzter Zeit, durch Beschäftigung mit dem Thema, ergeben sämtliche Verhaltensweisen einen Sinn. Vom Love-Bombing am Anfang (ich durfte im Haushalt keinen Finger rühren, wurde von vorne bis hinten bedient) bis hin zum Gaslighting am Ende (es wurde nur noch für die Kinder und sie gekocht, ich wurde nicht mehr informiert, ob und wann es Essen gab. Kam ich dann in die Küche, hieß es: wenn du was essen willst, musst du es selber machen). Von außerhalb des Budgets liegenden teuren Geschenken am Anfang (das aktuellste Smartphone, obwohl ich ein funktionierendes Telefon hatte) bis hin zu überhaupt keiner Aufmerksamkeit mehr zum Geburtstag oder zu Weihnachten.
Und immer die direkte Botschaft, es sei alles meine Schuld, ich müsse mich jedes Mal entschuldigen, auch bei Streits, die sie vom Zaun gebrochen hatte, denn schließlich hätte ich diese Streits provoziert (vermutlich durch mein Atmen oder meine reine Existenz).

Wenn man diese narzisstische Persönlichkeitsstörung nicht kennt, wenn man nie davon gehört hat, wird man mit der Zeit so verunsichert, dass man wirklich glaubt, an allem Schuld zu sein. Denn eine weitere Facette ist, dass der Narzisst bewusst alle Personen aus dem Umfeld entfernt, die einen selbst unterstützen. Und nur noch Personen zulässt, die die Position des Narzissten stärken. Mein 50ster Geburtstag, beispielsweise: von all den Leuten, die kamen, war genau eine(!) Person dabei, die ich eingeladen hatte. Alle anderen (über 10 Personen) hatte die Gattin eingeladen.

Und nun geht es eben im getrennten Zustand weiter. Es werden mir wieder für alles Knüppel zwischen die Beine geworfen.
Nun ja.

Donnerstag, 5. November 2020

Hat sich inzwischen aus dem Sand herausgegraben

November Zweitausendzwanzig. Was haben wir nicht alles erlebt. Ein Projekt in Ägypten, das Ende März von unserer Seite verlassen wurde, da der Auftraggeber die Zahlung unserer Rechnung als minder wichtig einstufte, den vereinbarten Vertragszeitraum indes um 5 Monate überschritt und sich weigerte, einer Vertragsverlängerung zuzustimmen.

Ein Virus, der dazu führte, aus Ägypten vor Schließung der dortigen Flughäfen das Land zu verlassen, um nicht beim nichtzahlenden Auftraggeber auf eigene Kosten zu versauern.

Eine seit Januar wartende Schulter-OP nebst Rekonvaleszenzphase, die zur Überbrückung der projektfreien Zeit genutzt wurde, jedoch auch dazu führte, dass die Krankenkasse einen Monatslohn übernehmen musste.

Ein neues Projekt, diesmal sogar in Deutschland, das im Juli begann und jetzt langsam Fahrt aufnimmt. Sehr viel Büroarbeit mit multiplen Bürostandorten, aufgrund des Virus allerdings wieder sehr reduziert und hauptsächlich inzwischen Homeoffice oder Stammsitz Firma, nicht jedoch in Unterfranken oder Südniedersachsen.

Und bei Ihnen so?

Samstag, 13. April 2019

Kehrt inzwischen Staub weg

Denn nun ist der Pathologe seit einem Monat bereits im Lande der simplen Abus und Sphinxen und schaut zeitweise auf einen Kanal, der in der Nähe vorbeischwappt. Indes, die übergroßen, versteinerten Toblerones hat er noch nicht gesehen, genausowenig war er in der Bibliothek oder im Wüstenfuchslager.

Dafür ist momentan mal wieder keine Zeit, Arbeit ist das halbe Leben, die andere Hälfte wird durch Nahrungsaufnahme und Schlafmangel ausgeglichen. Ende November steht momentan als Ausreisedatunm auf der Liste. Aber wie so oft wird sich das wahrscheinlich noch etwas rauszögern.

Wie so ein Brexit.

Montag, 1. Oktober 2018

Pustet vorsichtig Staub weg

Soso, bei Zweitag geht es also weiter. Mal schauen, ob ich in Zukunft Lust und Laune verspüre, mich länger auszulassen. Gäbe bestimmt das eine oder andere Thema. Aber die Zeit, die Zeit...

Nun ja, per heutigem Tag ist die Probezeit vorbei. Mein neuer Arbeitgeber, dre mich gleich mal knapp 4 Monate nach Dubai setzte ("...es wird so 4, vielleicht 6 Wochen lang sein, wo sie ein wenig bei den letzten Abnahmen helfen..."), winkt im Hintergrund mit neuen Projekten, die teilweise allerdings noch in der Angebotsphase stecken. Mal schauen, was daraus wird.

Ein Projekt, besser gesagt, das Projekt, wofür ich eigentlich eingestellt wurde, ist immer noch nicht als Vertrag unterzeichnet. Indes ein Parallelprojekt im selben Land ist bereits weiter. Man hat mir die Unterlagen gegeben, damit ich mich schon mal einlesen kann. Mein Lebenslauf wird demnächst dem Kunden vorgelegt, da ein im Projekt aufgeführtes Teammitglied noch in einem anderen Projekt gebunden ist. Das übliche Chaos halt.

Also, schaun wir mal, was die Zukunft so bringt.

Samstag, 27. Januar 2018

Treffer! (Continued 4)

Gestern war nun der besagte Termin mit der Mittleren Heeresleitung. Aufgrund besonderer Umstände im außengeschäftlichen Bereich hatte sich meine Verhandlungsposition um Einiges verbessert. So konnte ich denn wohlgemut die Pokerrunde betreten.

Ausgehend von der letzten Forderung meinerseits, die auf dem Worst-Case-Szenario aufgebaut war (Kompensation der Restlaufzeit bis zur Rente in Echtgehalt), bot man mir als Verhandlungsgrundlage 50% Aufschlag auf das Ursprungsangebot (rund ein Jahresgehalt). Mein Gegenangebot lag allerdings bei 3,5 mal Jahresgehalt. Nun galt es, die Kluft zu überbrücken. Es wurde das Angebot seitens der MHL auf 75% Aufschlag angehoben. Meine Gegenoffensive war die Reduktion auf 2,5 mal Jahresgehalt, ein nicht gerade geringer Abschlag meiner Ursprungsforderung.

Dies triggerte, ob meiner Signale, einer gütlichen Einigung näherzukommen, den Geschäftsbereichsleiter zu einem Anruf bei seinem Vorgesetzten, um zu sehen, was noch verhandelbar sei. Schließlich kehrte er nach etwa 10 Minuten zurück und erhöhte sein Angebot um 10.000 €. Mein ausdrucksloses Gesicht und die Anmerkung, dass die Mitte unserer Vorstellungen davon noch entfernt sei, ließen ihn nach etwas Überlegungszeit noch einmal 5.000 € drauflegen, mit der Bemerkung, dass er damit wirklich die Grenze erreicht habe und, falls das nicht zu einer Einigung führe, ein weiterer Anruf notwendig wäre.
Nun schaltete sich (wir waren an einem Zielpreisunterschied von 10.000 € angekommen) die Dame von HR ein und schlug vor, das Austrittsdatum um einen weiteren Monat nach hinten zu verschieben, das würde mir ja dann, die bezahlte Freistellung im Blick, auch wieder eine Teilkompensation des ausstehenden Betrages bringen. Nach etwas Überlegungszeit stimmte ich dem zu. Denn der Vertrag sieht vor, jeden Monat des früheren Austritts vor dem Enddatum mit einem halben Monatsgehalt zu vergüten. So scheide ich nun offiziell aus dem Unternehmen zum 31.8. aus. Wenn ich nicht früher gehe.

Ab 1.4. habe ich übrigens einen neuen Arbeitgeber.

Dienstag, 16. Januar 2018

Treffer! (Continued 3)

So. Nachdem sich der Chinabesuch verzögerte, da das Testinstitut wetterbedingt einen Ausweichtermin vorgeschlagen hatte (der Test fand im Freien statt), hatte ich Zeit, den Termin mit der Geschäftsbereichsleitung vorzuverlegen. Einen Tag vor der Betriebsweihnachtsfeier fand das Treffen am 20.12. statt. Der teilnehmende Geschäftsbereichsleiter war immer noch der Meinung, man könne auf meine Arbeitskraft verzichten. Er wollte nun meinen Preis wissen, den ich verlangte, um die Firma zu verlassen.

Nun, bis zur Rente sind es bei mir noch gut 14 Jahre, das heißt, diese Zeit muss ich im "Worst-Case-Szenario" überbrücken. Ihm war gleich klar, dass das bedeutete, das Jahresgehalt mit 14 zu multiplizieren. Das könne er nicht, meinte er, er müsse sowieso erst die Genehmigung des Mutterkonzerns einholen. Meine frage, über welches Budget er denn verfüge, blieb derweil unbeantwortet. Gleichzeitig wolle man mir aber auch kein Angebot machen, da ich dann ja den Preis hochtreiben könne. Nun denn.

Man trennte sich unter der Prämisse, ich solle mir doch Gedanken machen, mit welcher Abfindung ich zufrieden sei. Ein erneutes Meeting wurde für den 3.1. angesetzt, einen tag, an dem ich Urlaub hatte. Am 5.1. begab ich mich dann direkt aus dem Urlaub heraus auf eine weitere Reise, den Test und ein erneutes Klärungsmeeting in China, um das laufende Projekt weiter voranzutreiben. Planmäßig müsste ich am 19.1. zurückkommen, indes es entwickelt sich gerade eine kleine Verlängerung.

Mal sehen, ob ich den neuesten Termin am 26.1. wahrnehmen kann.

Mittwoch, 2. November 2016

Im Übrigen

ist im Moment alles ganz furchtbar schrecklich.

Schrecklich

Es sieht zwar aus wie ein in unseren Breiten bekannter Hopfen-Smoothie, allerdings bewegen wir uns bei den Rotationen im Biermischgetränkebereich. Ist es in Deutschland noch Fruchtsaft oder Limonade, das beigemischt wird, um die Einstiegsdroge auf 2,5% zu begrenzen, so wird hier offensichtlich Leitungswasser verwendet.

Wie schon gesagt, es ist alles ganz schrecklich.

Montag, 9. Mai 2016

Es kam dann doch...

vieles anders als erwartet. Fangen wir mal bei der Reise an. Statt nach Amsterdam bekam ich ein Ticket nach Paris. Und dann ging es so weiter:

FRA - CDG
CDG - CAN
CAN - NNY

Von Nanyang dann per Auto nach Luoyang. Dort dann ins Hotel und weiter nach:

Ausland011.jpg

Na, wer erkennt es?

Und für die ganzen Schwindler, die hier im Blog mitlesen, dann noch dies:

Ausland018.jpg

Ach ja, ein hungriger Bauch studiert nicht gerne. Daher gab es, und da hatten die Gastgeber aus unerfündlichen Gründen Angst, wir fielen vom Fleisch, immer wieder etwas zu essen:

Ausland012.jpg

Und auch zu trinken:

Ausland013.jpg

Ausland014.jpg

Wobei ersteres nicht schlecht, zweiteres jedoch mehr gelbes Wasser war. Wie gelber Schnee, nur nicht ganz so kalt. Und vom Geschmack? Nun, gelben Schnee habe ich bis dato noch nicht probiert.
Aber glücklicherweise gibt es auch noch Getränke, die in ihrer Spannungsebene dem bekannten Level entgegenkommen:

Ausland015.jpg

Etwas über 4 Volt, und schon sprechen die Chinesen von Starkbier.
Die Schwierigkeit ist ja, wenn man so viel dünnes Bier trinkt, muss man auch öfter die übriggebliebenen Trägerstoffe wegbringen. Und dafür gibt es, man glaubt es kaum, auch in China Toiletten. Nun weiß man aber, dass Chinesen alle relativ klein sind.

Ausland016.jpg

Aber dass sie so klein sind, hätte ich jetzt auch nicht gedacht. Vor Schreck habe ich fast die Wand oberhalb angepinkelt.

Und weiter gehts. Von Luoyang per Auto nach Zhengzhou. Von dort dann
CGO - PVG,
um Kollegen abzuholen. Im Flughafenparkhaus dann wiederum der Beweis, dass Arschlöcher in allen Ländern der Welt zuhause sind:

Ausland017.jpg

Weiter mit dem Auto von Shanghai nach Yangzhou. Und dann, nach ein paar Tagen dienstlichen Aufenthaltes, ging es dann
YTY - SZX
weiter. Theoretisch. Denn ein heftiger Regen bewog den Piloten, nur wenige hundert Meter vor der Landebahn durchzustarten und nach CAN zu fliegen.
Ergo ging es für uns per Auto von Guangzhou nach Shenzhen. Dort dann ein weiterer Programmpunkt, den nächsten Tag dann wieder zurück nach Guangzhou und weiter nach Foshan. Per Auto. Dort der letzte Programmpunkt, bevor es dann von wieder nach Hause ging. Diesmal dann aber doch per Flugzeug, CAN - FRA.

Donnerstag, 14. April 2016

Dreizeichenbeitrag

FRA - AMS CDG - CAN - NNY - CZX - SZX - CSX - FRA. OHA.
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