Montag, 19. Juli 2010

Ausfall

Kann man eigentlich über jeden Scheiß bloggen? Ich finde: ja.

Im Hause des Pathologen entschieden sich die XX-Chromosomenträger vor kurzem dafür, mal kräftig in die Kiste für Mandelentzündung und Scharlach zu greifen. Soll sich ja stimmlich, speziell bei XX, geräuschmindernd auswirken. Hat sich auch. Leider nur kurzzeitig.

Die XY-Träger wurden indes verschont, einerseits durch muttermilchige Immunisierung, andererseits durch einfache Ignoranz des Themas. Allerdings ebenfalls nur kurz.

Nun begab es sich aber beim Frühstück, da der Herr Medizinalrat persönlich sich dafür entschied, einem drückenden Wind Auslauf zu gewähren. Leise natürlich, denn sonst kann man die Schuld ja nicht per strafendem Blick delegieren. Leider begab es sich aber just zu diesem Zeitpunkt auch, dass genau dieser Wind sich, nach einer morgendlichen, kurzen, aber prägnant flüssigen Schüsselsitzung, der keinerlei Bedeutung beigemessen wurde, dafür entschied, der luftigen Teile nur wenige, gegen null gehende, Elemente beizumischen. Vielmehr konstituierte sich dort schwer Greifbares und verursachte kurzfristig ein weiches, wenn auch sehr warmes Gefühl in der Unterbuxe. Nachdem nun die Füllstandsanzeige schlagartig auf "aber hallo!" gesetzt wurde, blieb nur eine kurzfristige Unterbrechung des Fühstücks übrig, um sich sogleich in der Badewanne einer größeren Taufaktion zu unterziehen. Lediglich der heilige Geist fehlte, auch beim Glockengeläut blieb es eher still.

Nachdem einige weitere Blähungen sich dem Beispiel der ersten anzuschicken drohten, blieb der Herr Medizinalrat heute einmal der Praxis fern. Aber morgen, da geht es dann mit alter Frische und neuem Sektkorken der Arbeit wieder entgegen.

Montag, 12. Juli 2010

Ärztlicher Rat

Liebe Holländer,

ein Weltmeisterschaftsfinale gewinnt man, indem man wemigstens ein Tor mehr als der Gegner schießt. Während der normalen Spieldauer.

Und nicht, indem man mehr gelbe Karten sammelt. Auch, wenn diese farblich so gut zu den eigenen Autokennzeichen passen.

Dienstag, 6. Juli 2010

Augenärztliche Praxis

At the 2007 World Women's Conference the first speaker, from England , stood up: "At last year's conference we spoke about being more assertive with our husbands. Well, after the conference I went home and told my husband that I would no longer cook for him and that he would have to do it himself. After the first day I saw nothing. After the second day I saw nothing. But after the third day I saw that he had cooked a wonderful roast lamb." The crowd cheered. The second speaker, from America , stood up: "After last year's conference I went home and told my husband that I would no longer do his laundry and that he would have to do it himself. After the first day I saw nothing. After the second day I saw nothing. But after the third day I saw that he had done not only his own washing but my washing as well." The crowd cheered. The third speaker, from Nigeria , stood up: "After last year conference I go house and tell my husband say I no go cook again, cleaning or go market for am again, and dat he go dey do am by imsef. After the first day I no see anytin. the second day sef, I see notin.But after the third day, as the swelling begin go down, I start to see small small from my left eye..."

Sonntag, 4. Juli 2010

Fragen der Menschheit (2)

Wenn man so als Mann seinen Schnipperdillerich "Amts" nennt, kann man dann von Amts wegen Geschlechtsverkehr mit seiner Partnerin verlangen?

Und wieso heißt das Geschlechtsverkehr, wenn er doch gut ist?

Wie ist erste Frage bei Guido anzuwenden? Spielt er allabendlich mit seinem Partner seine Amtseinführung durch?

Montag, 28. Juni 2010

Definitionssache (9)

Ein Bindestrich ist ein Satzzeichen und nicht der Arbeitsplatz menstruierender Prostituierte.

Ein Spiralnebel entsteht im All und nicht bei verhütenden Frauen während einer überdruckbedingten Menstruation.

Eine Achterbahn bietet meist mehr als acht Plätze an.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Schwarz-Gelb

Diese aktuelle Zusammenstellung seltsamer Figuren im Berliner Reichsparteitag dient ja angeblich der Regierung Deutschlands. Ein seltsam heißluftgefülltes Gebilde, das nach außen spart, damit es sich im Innrern weiter ausdehnen kann. Energieerhaltungssatz: nichts geht verloren, es ändert lediglich den Aufenthaltsort. Gilt beim Geld übrigens ebenso. Wie nennt man das nun?

Ah ja, Koalition. Jetzt stellen wir uns mal ganz dumm, also auf Augenhöhe der Abgeordneten, und zerlegen das Wort einmal. Co ist aus dem Lateinischen und bedeutet "zusammen". Kopulation ist beispielsweise so ein Wort, wobei man zusammen was mit dem Pullermann macht. Koalition bedeutet Zusammenschluss. Alitio, da kommt bestimmt auch der Begriff Allianz her, also nicht die Versicherung. Eine Koalition ist hernach also ein zusammengeschlossener Zusammenschluss.

Nun arbeiten die Politiker ja alle zusammen, um Deutschland zu regieren. Sagen sie zumindest. Arbeiten heißt ja im Lateinischen "labora", wer kennt nicht den Spruch "Bete und arbeite", also "Ora et labora"? Zusammenarbeiten bedeutet danach kollaborieren. Und da liegt der Knackpunkt.

Denn zum einen steckt darin auch noch der negativ besetzte Begriff des Kollaborateurs, also dessen, der mit dem Feind zusammenarbeitet. Was uns die Regierung ja immer wieder aufs Neue beweist. Außer, man ist Bankenchef. Und zum anderen steckt darin der Begriff laborieren, also versuchen. Und das kann man auch als wahr hinnehmen. Da wird viel versucht und viel gescheitert.

Und wenn man ganz genau hinsieht, sieht man sogar die Zukunft in diesem Wort. Kollabieren nämlich.

Qatarisches Origami

Wir falten uns einen Kleintransporter.

Origami

Sonntag, 13. Juni 2010

Schwangerschaftstipp

Sie sind eine Frau, wünschen sich nichts sehnlicher als ein Baby, aber es klappt irgendwie nicht? Dann fangen Sie am besten eine Affäre mit Herrn Unverhofft an.

Denn Unverhofft kommt oft.

Samstag, 12. Juni 2010

Homo cerebralus minimalensis

Oder auch der Politiker.
Nachdem wir nun die ersten beiden der drei möglichen, auf zwei Beinen sich bewegenden Lebensformen besprochen haben, kommen wir nun zur letzten Gruppe, den Politikern.

Politiker treten sowohl dem Mann als auch der Frau verblüffend ähnlich sehend in Erscheinung. Jedoch weisen sie eklatante Unterschiede zu diesen auf. Fangen wir auch hier ganz oben an.

Politiker sind Menschen, die öffentlich im Rampenlicht stehen. Dazu sollten sie gute PR-Berater haben. Tun sie aber nicht. Nehmen wir einmal die Haare des ehemaligen Kanzlers, die es schafften, ungefärbt ihre Farbe zu wechseln. Das kann schon vorkommen, es sollen ja schon ganze Politiker, und da nicht nur ihre Haare, die Farbe gewechselt haben. Von rot nach grün, von schwarz nach braun, von grau nach schwarz – achso, das Letztere waren doch nur die Haare. Manchmal ist es nicht nur die Haarfarbe, die einem ins Auge springt, sondern auch der nicht vorhandene Schnitt. Während viele Politiker finanziell einen guten Schnitt machen, tun das ihre Friseure offensichtlich nicht. Wie sonst kann eine Frau mit einem Farbnamen aussehen wie ein angerosteter Bobtail, eine andere die zweithöchste Position in diesem Land mit einer Wiederbelebung eines elektrisch exekutierten Prinz Eisenherzes besetzen, ein anderer Politiker wiederum mit der weiter unten liegenden Gesichtsbehaarung wie Rübezahl auflaufen, während einer seiner Kollegen dies, trotz Schlaglochstrecken im Gesicht, aus verdeckenden Gründen gerade nicht tut?
Weiter im Text. Innenleben. Ein Widerspruch in sich. Im inneren des Schädels lebt nichts mehr, denn Leben bedeutet Entwicklung. Aber das kann man bei den meisten beim besten Willen nicht erkennen. Parteiprogramme werden da mit Laser auf die Innenseite der Schädelkalotte gebrannt und vor laufenden Kameras gebetsmühlenartig wiederholt abgelesen. Ansonsten befindet sich da nicht mehr viel. Ein kleiner Taschenrechner vielleicht, der ständig die Höhe des Kontos neu berechnet, aufgefüllt durch fleißige Lobbyisten, die ihre Ziele durchgesetzt sehen wollen. Und eine Phrasendreschmaschine, gespeist von den eingebrannten Sprüchen aus der Kalotte. Phrasen, die einmal abgelassen wurden, verlieren ihre Gültigkeit bereits, bevor sie noch das Ohr des ersten Hörers erreichen. Somit ist sich ein Politiker auch nie einer Schuld bewusst.

Weiter nach unten sehen wir den ersten und größten Unterschied zum lebenden Menschen. Das Skelett. Nicht dass Politiker im Gegnsatz zu Mann und Frau über ein Exoskelett verfügen, obgleich man bei mancher Dickfelligkeit gegenüber Rücktrittsempfehlungen nach heftigen Entgleisungen davon ausgehen könnte. Vielmehr haben wir es hier mit einer aufrecht gehenden Lebensform zu tun, die über kein stützendes Rückgrat verfügt. Direkt an den Schädel angeschlossen sind noch 2 Wirbel, die der Stzung des Halses dienen, damit dieser nicht bei Anlegen von irgendwelchen Verdienstmedaillen am Bande durchreißt. Danach setzen die Wirbel eine ganze Weile aus. Hat auch seine Vorteile, denn dadurch kann der Kopf blitzschnell, wie eine Windrose, aus der Richtung gedreht werden, aus der ein scharfer Wind weht. Speziell um 1989 herum war das eine gute Einrichtung für Politiker, die manchem, trotz 180-Grad Drehung, den Hals rettete. Einem normalen Menschen hätte dies das Genick gebrochen und seinen sofortigen Ausschluss aus der Reihe der Schwarzgeldzahlungsempfänger beschert. Nicht so dem Politiker. Um nun den Bewegungsapparat in der Senkrechten halten zu können, ohne auf ein Knochengerüst zu bauen, benötigt natürlich so ein Politiker eine Art Stützkorsett. Es muss jedoch beweglich sein und sollte nicht wie eine Rüstung schnelle Drehungen und Wendungen in Körper- und Politikersprache erlauben. Dies erreicht ma allerdings nur mit gerollten Euroscheinen, die einerseits, in entsprechender Menge, für das notwendige Durchhaltevermögen sorgen, andererseits aber auch so weich sind, dass sie bei einer Durchleuchtung am Flughafen Frankfurt vor dem Abflug in die Schweiz nicht erkannt werden. Da durch die hohe Beweglichkeit die Noten stark belastet werden und schnell ausfransen, muss regelmäßig nachgefüttert werden.

Wie schon beim Mann beschrieben, sind rudimentäre Reste des dreigeteilten Hirns auch beim Politiker zu finden. Beim männerimitierenden Politiker. Zeitweises Aufflackern von Restelektrizität führt bisweilen dazu, dass Grundfunktionen noch ausgeführt werden können. Scheidungsanwälte könnten ein Lied davon singen, würden sie nicht ausgediente Politikerrückgrate als Schweigegeld erhalten.

Nach unten hin dupliziert der Politiker auch die Extremiten des gemeinen Menschen, allerdings nicht ohne vorher eine einzelne Funktion der Bewegungsorgane ausgeschaltet zu haben: den Rücktritt. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Politiker im Allgemeinen immer schneller werden, bis sie ungebremst versuchen, Mauerwerk aus dem Weg zu räumen, sondern lediglich, dass mit der Rücktrittsfunktion auch gleichzeitig das Skrupelgen entfernt wurde. Ein paar wenige Exemplare fallen da natürlich aus dem Rahmen, dem Flugzeug, dem Bundespräsidialamt oder dem Phaeton. Aber das sind nur Einzelfälle, die statistisch unberücksichtigt bleiben.
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Ist ja klar. Es gibt immer wieder Beschwerdefälle in der Praxis. Diejenigen, die überlebten. Die dürfen sich dann schriftlich auslassen, und zwar an pathologe Kringel-A gmail Fliegenschiss com. Wer mir Werbung schickt, bekommt allerdings eine kostenfreie Vasektomie ohne Betäubung mittels eines stumpfen Eierlöffels.

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